27. Mai

geschrieben von Pressesprecher

Deutschlandcup Hauptgruppe A Latein

27. Mai

| geschrieben von Pressesprecher

Der Deutschland-Cup der Hauptgruppe A Latein alias die „Deutsche Meisterschaft der A-Klasse“ fand in diesem Jahr in Köln statt, im Clubheim des gastgebenden Vereins Tanz- und Turnier-Club Rot-Gold Köln e.V. 59 Paare aus ganz Deutschland – darunter fünf aus Bayern – waren angereist, um auf der Tanzfläche ihre beste Leistung zu zeigen. Ein Paar aus Berlin hielt am Ende die begehrte Trophäe, den Deutschland-Cup 2019, in den Händen.

Bayerische Paare beim DC Hgr A Latein

 

Das Clubheim des TTC Rot-Gold Köln bot für die Veranstaltung des Deutschland-Cup 2019 einen würdevollen Rahmen: Genügend Parkmöglichkeiten und geräumige Umkleiden sorgten für einen entspannten Einstieg ins Turnier. Ein schöner großer Saal mit ausreichend Sitzgelegenheiten und Platz für die Paare bildeten ein schönes Ambiente zum Tanzen. Die Paare, die für den Deutschland-Cup teilweise hunderte Kilometer Fahrt auf sich genommen hatten, waren durchaus froh, dass das Turnier nicht in aller Herrgottsfrühe, sondern um 15 Uhr startete. So blieb vormittags genug Zeit, müde Knochen und auf dem Autositz eingerostete Gelenke wieder fit zu machen, um am Nachmittag auf dem Parkett mit bestmöglicher Performance zu glänzen.

 

Das Wertungsgericht, das sich dem Anlass entsprechend aus Vertretern verschiedenster Bundesländer zusammensetzte, stand von Anfang an vor der Herausforderung, die besten Paare aus dem starken Feld heraus zu filtern. Denn das Niveau des Turniers war von Anfang an hoch. Trotzdem konnten nur 36 der anfänglich 59 Paare in die erste Zwischenrunde einziehen. Wer sich jetzt wundert: Dass 36 statt 48 Kreuze für die erste Zwischenrunde zu vergeben waren, beruht auf einer neuen TSO-Regelung, zu finden auf S. 29 der TSO, Stand Januar 2019. Zwei bayerische Paare schafften diese Hürde leider nicht. Etwas bitter schmeckt da natürlich die Tatsache, dass beide Paare bei einer 48er, statt einer 36er-Runde den Sprung in die nächste Runde geschafft hätten: Christian Grimm und Nadine Raum vom Gelb-Schwarz-Casino München erreichten Platz 46, Dominik Häring und Julia Schulze, ebenfalls vom GSC, landeten auf Platz 45.

 

Erfreulich aus bayerischer Sicht war hingegen, dass drei der fünf bayerischen Vertreter nicht nur die erste und zweite Zwischenrunde überstanden, sondern dass alle drei um kurz nach 19 Uhr im Semifinale standen. Gemeinsam mit Bremen gehörte Bayern somit zu den am stärksten vertretenen Bundesländern im Halbfinale beim Deutschland-Cup 2019. Für Daniel Irmler und Darina Sagnayeva vom GSC München, sowie für Philipp Schmidbauer und Luisa Griesbaum vom Tanz- und Turnierclub München, die beide zwanzig starke Tänze auf dem Parkett zeigten und sich von Runde zu Runde steigern konnten, war nach dem Semifinale Schluss. Daniel und Darina beendeten das Turnier auf Platz 9, Philipp und Luisa erreichten Platz 8.

 

Im Finale war Bayern durch Markus Vlcek und Valerie Hense vom GSC München repräsentiert. Das Paar toppte seine hervorragenden Leistungen der vorangegangenen Runden und verausgabte sich in der Endrunde noch einmal bis zur Erschöpfung. Angefeuert wurden die bayerischen Vertreter tatkräftig durch den mitgereisten GSC-Fanclub, aber auch von den ausgeschiedenen Tanzfreunden und neu gewonnenen Verehrern im Publikum. Die Stimmung im Saal hatte sich den Tag über – parallel zu den Temperaturen – deutlich aufgeheizt und explodierte förmlich, während die sechs Finalpaare auf der Fläche ihre letzten fünf Tänze präsentierten. Zusätzliche Spannung erzeugte Turnierleiter Daniel Reichling (TSC Brühl im BTV 1879), der zwischen den Tänzen durchblicken ließ, dass im Kampf um Platz 1 tatsächlich noch alles offen sei: Bis zum Jive blieb unklar, wer der Sieger des Turniers sein würde – völlig klar, dass die Paare nach dieser Information noch mehr kämpften als ohnehin schon. Am Ende entschieden Justin Peterson und Rebecca Seebacher vom Verein Shall we dance Berlin das Rennen für sich: Sie gewannen Cha-cha-cha, Paso Doble und Jive. Geschlagen geben mussten sich hingegen Pawel Pastuchow und Sandra Hof vom Ahorn Club der TSA im Polizei-SV Berlin, die Samba und Rumba gewannen und somit nur knapp an Gold vorbeischlitterten. Bronze ging an Max Naumann und Konstanze Freitag vom TC Rot-Weiß Leipzig. Als viertbestes Paar des Turniers und gleichzeitig bestes bayerisches Paar gingen Markus Vlcek und Valerie Hense vom GSC München hervor. Hinter ihnen landeten Lukas Witte und Liana-Sophia Michel vom Grün-Gold-Club Bremen auf Platz 5 sowie Philipp Köhler und Maria Schneider vom T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum auf Platz 6.

Siegerehrung DC Hgr A Latein

 

Hier die Ergebnisse bayerischer Paare in Übersicht:

46. Christian Grimm/Nadine Raum, Gelb-Schwarz-Casino München
45. Dominik Häring/Julia Schulze, Gelb-Schwarz-Casino München

 

9. Daniel Irmler/Darina Sagnayeva, Gelb-Schwarz-Casino München
8. Philipp Schmidbauer/Luisa Griesbaum, TTC München

4. Markus Vlcek/Valerie Hense, Gelb-Schwarz-Casino München

 

 

Text: Luisa Griesbaum

Fotos: Monika Niederreiter

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