Informationen und Tipps für Club-Pressewarte

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Das LTVB-Presseteam unterstützt Sie bei der Öffentlichkeitsarbeit mit Rat und Tat. Unsere Arbeit konzentriert sich auf eine flächendeckende Berichterstattung für ganz Bayern. Dies setzt voraus, dass wir von den Club-Pressewarten entsprechende Unterstützung erhalten.

Unterstützung bedeutet, dass Artikel, die der jeweilige Klub gerne im Internet und/oder im Tanzspiegel sehen möchte, an den Pressesprecher oder ein Mitglied des Presseteams gesandt werden müssen. Das Presseteam kann nicht alle Veranstaltungen bei mehr als 300 im LTVB registrierten hinterfragen; hier sind die Vereine gefragt.

Zur Arbeit des Landes-Pressesprechers gehört u.a. die Imagepflege und Öffentlichkeitsarbeit des Landesverbands und die Beratung der Clubs in Öffentlichkeitsarbeit, Imagepflege und Werbung. Die Verantwortung und Ausführung für clubspezifische Aktionen liegt bei den jeweiligen Clubs selbst. In den Aufgabenbereich des Landes-Pressesprechers gehört die Berichterstattung von allen Bayerischen Landesmeisterschaften und von nationalen und internationalen Veranstaltungen, die im Raum Bayern stattfinden. Last but not least gehört auch das gesamte öffentliche Erscheinungsbild - kurz CI - mit dazu und der Internet-Auftritt des Verbands.

Informationen, Hilfestellungen und Tipps für eine gute Zusammenarbeit

  • Die Berichterstattung in Lokalzeitungen nehmen Sie bitte als Clubpressewart selbst vor, zumal dort andere Aspekte interessant sind, als im Tanzspiegel oder Bayernsport (z.B. interessiert dort das Abschneiden der clubeigenen Paare mehr, als das Abschneiden ortsfremder Paare; oder ob Lokal-Prominenz anwesend war... der Bürgermeister oder VIPs werden gerne genannt....nicht aber interessant im Tanzspiegel).
  • Wenn Sie einen Bericht im Tanzspiegel veröffentlichen wollen oder wir Sie darum gebeten haben, dann senden Sie uns bitte einen kurzen und interessanten Artikel - wenn möglich mit unbearbeitetem und nicht verkleinertem Bild - zu.
  • Wichtig ist für Sie, dass im Tanzspiegel nur veröffentlicht wird, was vom jeweiligen Landes-Pressesprecher der Redaktion zugesandt worden ist.
    Die Vorgehensweise:
    • Club-Pressewart schreibt Artikel z.B. über ein offenes Turnier
    • anschließend wird der Artikel an ein Mitglied des Presse-Teams gesandt
    • dieser überarbeitet bei Bedarf den Artikel und leitet ihn an den Pressesprecher weiter
    • anschließend wird der Pressesprecher die Gesamtauswahl aller Beiträge vornehmen, bei Bedarf nochmals überarbeiten und dann alle Beiträge des Landes an die Redaktion des Tanzspiegels senden.

Redaktionstermine im Tanzspiegel:

  • Gebietsteil: Alle Text- und Bildbeiträge müssen spätestens bis zum 18. eines Monats beim Pressesprecher vorliegen (per CD oder E-Mail), Faxe oder normale Schreiben haben keine Gewähr, in der nächsten Ausgabe oder überhaupt berücksichtigt zu werden;
    Beispiel für den Zeitablauf: Ein Turnier findet am 1. Mai statt. Der Club-Pressewart schreibt seinen Artikel und sendet ihn am 5. Mai an ein Mitglied des Presse-Teams. Dieses leitet den Artikel sofort oder spätestens am 18. Mai an den Landes-Pressesprecher weiter. Dieser sendet alle Text- und Bildbeiträge per E-Mail an die Redaktion des Tanzspiegel bis ca. 21./23. Mai. Dann ist nichts mehr zu machen. Diese Beiträge werden weiterbearbeitet und erscheinen Ende Juni in der Juli-Ausgabe.
  • Mantelteil: Vorlage beim Pressesprecher bis spätestens 9. des Monats. Wobei in der Regel die Beiträge für den Mantelteil ohnehin vom Pressesprecher oder einem Mitglied des Presseteams selbst geschrieben werden.

Im Gebietsteil des Tanzspiegels kann veröffentlicht werden:

  • Berichte von
    • Landesmeisterschaften
    • Traditions- und Pokalturniere (mit internationaler Beteiligung oder mit besonderer sportlicher Bedeutung)
    • Tanzsportwochenenden (nur in gestraffter Form, auf keinen Fall Ergebnisse aller Turniere)
    • Jugendpokalturnieren (mit überregionaler Beteiligung)
    • Mannschaftsturnieren (Bericht von Endveranstaltungen)
    • Aufstiege: nur in die S-Klassen (mit kurzem Text und Bild); Ausnahme: ganz besonders schnelle Aufstiege, z.B. Durchmarsch durch mehrere Klassen an einem Tag oder in sehr kurzer Zeit
    • internationale Events: gute Ergebnisse von bedeutenden internationalen Turnieren, z.B. IDSF-Turniere, englische Traditionsveranstaltungen
    • Turniertelegramm: eine bayerische Besonderheit; um möglichst umfassende Berichterstattung zu gewährleisten, kann von vielen Turnierorten und Veranstaltungen im Telegrammstil berichtet werden; das sind nur 2-3 interessante Aspekte, das Wichtigste oder Besondere und die Sieger - mehr nicht
    • Rock'n'-Roll: Berichte über Landesmeisterschaften
    • Jazz- und Modern-Dance: LM und kurze Berichte über Ligaturniere
    • Garde- und Schautanzsport: Berichte über LM
    • Formationen: Regional-, Oberliga-, Landesliga
    • Breitensport: Wettbewerbe mit Besonderheiten und Neuerungen; Ideen für den Freizeitsportbereich, die z.B. der Mitgliederwerbung dienen; besondere DTSA-Abnahmen
    • Jubiläen und Ehrungen: z.B. 25, 50, 75, 100 Jahre
    • Ehrungen: verdienter Mitglieder durch politische oder Verbands-Gremien, LTV, BLSV, DTV
    • verbandsinternen Mitteilungen: z.B. Personalien, Ausschreibungen, Seminare, Lehrgänge, organisatorische Mitteilungen
    • Kader: soweit deren Bedeutung eine besondere Berichterstattung rechtfertigt
    • aus den Clubs: Clubheim-Neubau oder Erweiterung, besondere Aktivitäten z.B. Beteiligung an Messen oder Ausstellungen
    • Sonderthemen: grundsätzlich mit dem Landes-Pressesprecher abstimmen

Ein Anspruch auf Veröffentlichung im Tanzspiegel besteht grundsätzlich nicht. Es gelten die allgemeinen journalistischen Grundsätze. Im Mantelteil des Tanzspiegels wird von allen höherrangigen Veranstaltungen berichtet, z.B. Landesmeisterschaften, die eine Deutsche Meisterschaft oder einen Deutschland-Pokal zur Folge haben oder von Themen, die nach Ansicht des Pressesprechers oder der Chefredaktion von überregionalem Interesse sind. Wenn im Mantelteil von einer Veranstaltung berichtet wird, erfolgt im Regionalteil keine Berichterstattung. Im Übrigen ist der Platz im Tanzspiegel begrenzt, was gelegentlich zu Kürzungen führen kann. Grundsätzlich liegt keine böse Absicht zugrunde, wenn mal ein Artikel nicht im Tanzspiegel erscheint, dies hat entweder redaktionelle oder Platzgründe.

Besonderheiten und Standards für Veröffentlichungen im Tanzspiegel

Grundsätzlich gelten natürlich alle journalistischen Grundregeln auch für den Tanzspiegel. Nachfolgend einige Besonderheiten, auf die Sie bitte achten sollten:

  • Artikel für den Tanzspiegel sind anders wie für Lokalzeitungen so zu verfassen, dass sie alle Leser interessieren (dass die Schriftführerin Käte Meier gute Käsesahnetorte mitgebracht hat, die auch noch reißenden Absatz fand, interessiert niemand, außer diejenigen, die die Käsesahnetorte genossen haben)
  • Artikel sollen interessant, aktuell, schnell und leicht lesbar sein
  • Selbstdarstellungen können in Clubzeitungen abgedruckt werden, nicht aber im Tanzspiegel
  • Berichte über Sonderthemen und kritische Auseinandersetzung mit Themen sind wünschenswert
  • Berichte über D/C-Meisterschaften können meist nur in Kurzform erfolgen

Standards und Schreibweisen im Tanzspiegel:

  • Paarnamen und Club: Vorname Nachname Herr/Vorname Nachname Dame (Club); (also erst Herr, dann Dame; zwischen dem Schrägstrich keine Leerräume; Club in Klammern)
    Beispiel für Schreibweise im Text: Peter Schnell/Doris Schön (TSC Blau-Silber Stadthausen); wiederholte volle Namens- und Clubnennungen sollen auch aus Platzgründen nicht erfolgen; es können auch alle prosaischen Wortschöpfungen zur Umschreibung von Paaren und Clubnamen unterbleiben; strengt an und bringt nichts;
    Schreibweise bei Ehepaaren und Geschwistern: Josef und Anneliese Müller
  • Ergebnis-Schreibweisen: Beispiel:
    1.<tab>Herr/Dame, Club ... und so sieht es dann aus:
    1. Peter Schnell/Doris Schön, TSC Blau-Silber Stadthausen
    2. ...........
  • Startgruppen und Klassen - Beispiele:
    Hauptgruppe A Standard
    Senioren I S Standard
  • keine automatischen Aufzählungen in Word-Dokumenten verwenden, weil diese Formatierungen von der Redaktion wieder entfernt werden müssen!
  • Fettdrucke, Kursive, andere Hervorhebungen, Absatzschaltungen, Einrückungen etc. bitte unterlassen
  • Überschriften normal schreiben und anschließend neue Zeile beginnen
  • linker Rand 2,5 cm, rechter Rand 5 cm
  • Zeilenabstand 1-zeilig
  • Schriftart Arial
  • Schriftgröße 12punkt
  • bei CD-Abspeicherung als Word-Dokument
  • Fotos: nur digital und unbearbeitet - auch nicht verkleinert - mit folgenden Informationen: vollständiger Paarname mit Gruppe/Klasse und Veranstaltung; Name des Fotografen (aus urheberrechtlichen Gründen)
  • Nennung von Wertungsrichtern am Ende eines Berichts:
    Name (Club), Name (Club), usw.

Allgemeine Informationen zur Pressearbeit

Wichtig: Der erste Satz entscheidet, ob weiter gelesen wird! ... Der Journalist sagt zu diesem Satz "Leadsatz".

Zuerst einige Begriffe:

  • Meldung: kürzeste Info-Form; Stil: auf Information ausgelegt; keine verbindenden Wörter; jeder Satz enthält eine Info; eine Meldung beinhaltet nur Aktuelles + Neues; Beispiel: "Hund beißt Briefträger" ist keine interessante Meldung, sie beinhaltet auch nichts Neues; aber: "Briefträger beißt Hund", das wäre eine Meldung wert! ... also Briefträger ...;
    Meldung ist so kurz wie möglich und so lange wie nötig;
    in einer Meldung gehört das Wichtigste an den Anfang, damit der Redakteur von hinten wegstreichen kann, wenn er Platzmangel hat.
  • Bericht: Information über ein Ereignis; wichtige Ereignisse, Außergewöhnliches, Negatives feststellen; umfassend, von Interesse, Informationen auch über Einzelheiten, verbindlicher Stil, eine Info kann sich über mehrere Sätze erstrecken; der Schreiber macht sich bewusst: "für wen schreibe ich eigentlich"; wichtig ist auch die Glaubwürdigkeit, indem Vor- und Nachteile, positive und negative Beobachtungen berichtet werden; ....damit haben Tanzsportler manchmal Probleme, es sollten nur immer die positiven Dinge berichtet werden, aber damit machen wir uns als Redakteure doch nur unglaubwürdig ... oder?
  • Kommentar: Meinung des Verfassers zu einem Thema. Bericht und Kommentar darf nicht vermischt werden. Der Kommentar muss als solcher gekennzeichnet werden und trägt den Namen des Verfassers.
  • Interview: Fragen und Antworten zu einem bestimmten Thema oder Ereignis; eignet sich auch zur Auflockerung in Berichten
  • Vorankündigung: kurze und knappe Angabe von Fakten, Themen, Terminen
  • Kurzmeldung: im Telegramm-Stil eine knappe Wiedergabe des Wichtigsten aus einer Meldung
  • Reportage: Schilderung über Sachverhalte und Zusammenhänge, Stimmungen; der Verfasser schildert seine Beobachtungen; kann auch in einem Bericht vorkommen; Zitate können eingebaut werden
  • Leserbrief: die persönliche Meinung eines Lesers zu einem Artikel oder zu einem öffentlich diskutierten Thema

Journalistisches 1 x 1:

  • Gelesen wird nur, was von besonderem Interesse ist; also: Aufmerksamkeit wecken!
  • Womit gelingt dies? Indem das Wichtigste an den Anfang gestellt wird.
  • Berichte, Meldungen sollen pyramidenförmig aufgebaut werden, d.h. das Wichtigste steht oben.....das am wenigsten Wichtige steht ganz unten.
  • Die Leitfrage lautet daher: Was war von besonderem Interesse, was war besonders außergewöhnlich und was könnte daher den Leser, der nicht war, dabei besonders interessieren? Beispiel: "ausverkaufte Sporthalle in Hintertupfing" ---> interessiert niemand; aber "Packender Zweikampf um den Sieg" ...interessiert.
  • Hilfe durch die "7 W's": wer - was - wo - wann - wie - warum - woher?

Tipps für die Arbeit mit Redaktionen von Tageszeitungen:

  • mit Tageszeitung klären, wieviele Anschläge die Manuskriptvorlage je Seite haben soll
  • 1 1/2 Zeilen-Abstand (besser 2-zeilig)
  • nur mit PC schreiben, keine Handschrift
  • jeden Artikel auf Extrablatt (nicht auf die Rückseite schreiben)
  • keine Überschrift vorgeben, weil nicht feststeht, wie der Artikel am Ende aussieht
  • Überschriftsvorschläge auf Extrablatt
  • CDs nur vorlegen, wenn die Redaktionen dies wünschen (Virengefahr)
  • alle Namen ausschreiben (Vor- und Zuname, ohne Herr/Fau, oder Funktion und voller Name; Beispiel: Herr Präsident Mark Müller = falsch; richtig: Präsident Mark Müller; Titel nur dann, wenn er wichtig ist)
  • Prominenz dann erwähnen, wenn dies für die Veranstaltung wichtig ist
  • allgemein gebräuchliche Ausdrücke verwenden:
    - anstatt Endrunde: Finale
    - anstatt 2. Zwischenrunde: Semifinale
    ...weil diese Ausdrücke bei Nicht-Tanzsportlern gebräuchlicher sind
  • Text klar in Sinn-Absätze untergliedern
  • Behördendeutsch vermeiden; klare, deutliche und aktive Sprache;
    falsch: ich möchte Ihnen nachfolgend über das Ergebnis der LM berichten.
    besser: Hier der Bericht über die LM.
    - keine Schachtelsätze, sondern kurze Sätze,
    - keine sinn-leeren Sätze schreiben
  • Unterscheidung von Sportteil und Lokalteil (entsprechend unterschiedlich muss geschrieben werden);
    in vielen Städten und Gemeinden sind Berichte und Meldungen über Tanzsportveranstaltungen besser im Lokalteil unterzubringen; dort werden sie gerne als gesellschaftliche Ereignisse und vor allem von Frauen gelesen
  • Zahlen: bis zwölf ausschreiben; ab 13 Zahlen
  • nicht von 08.00 bis 10.00 Uhr in Redaktionen anrufen, da stören Sie;
    günstig sind Anrufe in der Regel zwischen 14.00 und 16.00 Uhr
  • Redaktionsschluss ist in der Regel bis 17.00 Uhr
  • bieten Sie sich als Partner der Zeitung an, der gerne mithelfen möchte und Bescheid weiß, was in dieser Sportart passiert; also Kompetenz einbringen
  • Termine frühzeitig anmelden (vier Wochen bis 10 Tage vor Termin)
  • Vorankündigungen: ca. 4 Tage vor Termin Details ankündigen und zwar im üblichen Stil der Zeitung
  • freier Eintritt für Fotografen und Redakteure und wichtig: Pressevertreter sollten betreut werden (freie Getränke und Essen)
  • Pressemappen parat haben, um generelle Infos mitgeben zu können

Überflüssige, aber durchaus übliche Formulierungen:

  • "der undankbare vierte Platz" ... wieso ist ein Platz undankbar?
  • "das Tanzbein schwingen" ... habe ich noch nie gesehen; ich habe gedacht, die Körper werden bewegt ....
  • "Am Samstag um 15.00 Uhr war es endlich soweit ..." ... interessiert niemand, Schlaftablettenstil ...
  • "sie gewannen alle fünf Tänze, die Meisterschaft und damit den Titel des Landesmeisters" ... was denn noch alles ... doppelt gemoppelt ...
  • "das Clubheim wurde eingeweiht" ... Weihe ist etwas kirchliches ... Clubheime werden neu eröffnet oder ihrer Bestimmung übergeben ...
  • "das Paar Müller/Meier konnte sich erfolgreich durchsetzen" ... Müller/Meier sind ein Paar, also muss dies nicht erwähnt werden und erfolglos kann man sich nicht durchsetzen, also ist auch hier etwas überflüssig ...
  • "wir beglückwünschen das Siegerpaar ..." ... gehört nicht in einen Bericht ...
  • "insgesamt gingen 20 Paare an den Start" ... besser: es starteten 20 Paare ...
  • "der 1. Vorsitzende des Clubs" ... Vorsitzender reicht ...
  • "bei der diesjährigen Meisterschaft ..." ... diesjährig kann weggelassen werden, weil wir nur über aktuelle Meisterschaften berichten ...
  • "das Tanzpaar Müller/Huber" ... wir schreiben nur über Tanzpaare, also was soll's ...