Hinweise zur Durchführung von Breitensportwettbewerben

Anmeldung:

Jeder Breitensportwettbewerb (BSW) sollte dem LTVB frühzeitig gemeldet werden. Hierzu bitte folgendes Anmeldeformular (xls-Format) verwenden. Die Meldung geht an den LTVB Sportdirektor für Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport ( breitensport@ltvb.de) und werden von ihm entsprechend verteilt.

WICHTIG: Soll der Breitensportwettbewerb veröffentlicht werden, muss er spätestens drei Monate vor dem Veranstaltungsmonat gemeldet werden (z.B. Veranstaltung am 18.05. -> Meldung spätestens am 31.01. (Februar, März, April). Bei späterer Meldung kann der Breitensportwettbewerb nur noch auf der LTVB-Homepage veröffentlicht werden.

Bitte prüfen Sie ca. 1 Woche nach absenden der Anmeldung, ob Ihr Breitensportwettbewerb auf der LTVB-Homepage veröffentlicht ist. Sollte dies nicht der Fall sein, dann bitte nochmals Kontakt mit dem LTVB Sportdirektor für Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport aufnehmen.

Wertungsrichter:

Der ausrichtende Verein kann sich die Wertungsrichter selbst aussuchen und einladen.

ACHTUNG: Es dürfen NUR lizenzierte Wertungsrichter eingesetzt werden. Ausnahme bei Freizeittänzen.

Die ausgewählten Wertungsrichter müssen dem zentralen Wertungsrichtereinsatz (ZWE) mindestens drei Monate vorher mitgeteilt und von diesem bestätigt werden. In der Regel sollen nur C-Wertungsrichter eingesetzt werden.

GEMA:

Solange bei einem Breitensportwettbewerb nicht über 1.000 Zuschauer anwesend sind (und das ist zu 99,9 % immer der Fall) und KEIN Publikumstanz stattfindet, sind die GEMA-Gebühren über das DSB-Abkommen abgedeckt. In allen anderen Fällen ist direkt mit der zuständigen GEMA-Stelle zu verhandeln.

Alterseinteilung:

Nachdem es immer wieder Probleme (gerade bei Mannschaftswettbewerben) mit der Alterseinteilung gibt, wäre es von Seiten des Verbandes wünschenswert (KEIN Muss!), wenn die Altersgrenzen nahezu bei allen Breitensportwettbewerben gleich wären. Selbstverständlich ist es kein Problem, Altersgruppen beliebig zusammen zu fügen.

  • Altersgruppe 1: bis 12 Jahre
  • Altersgruppe 2: 12 bis 16 Jahre
  • Altersgruppe 3: 16 bis 28 Jahre
  • Altersgruppe 4: 28 bis 35 Jahre
  • Altersgruppe 5: ab 35 Jahre

Die verschiedenen Arten von Breitensportwettbewerben:

Der Mannschaftswettbewerb:

Der Mannschaftswettbewerb stellt die ursprüngliche Form des Breitensportwettbewerbs dar. Hierbei gibt es die unterschiedlichsten Konstellationen (5 Paare pro Team, 3 zählen zur Wertung; 4 Paare pro Team, 3 zählen zur Wertung; usw...). Allerdings ist es für die meisten Vereine ein Problem, Mannschaften mit 4 oder 5 Paaren zu schicken, da meist nur ein oder zwei Paare vorhanden sind und sich diese ungern anderen Teams zulosen lassen. Lieber starten diese Paare gar nicht.

Als optimal stellte sich hier die Einteilung in 3er Teams heraus, wobei nur 2 Paare für die Wertung zählen. D.h., ein Verein könnte auch mit zwei Paaren eine Mannschaft stellen, muss dann jedoch auf das Streichergebnis verzichten.

Mit dieser Einteilung kann jeder Verein beliebig viele Paare in Teams einteilen (2, 3, 4(2+2), 5(3+2), ...) und keiner muss zu hause bleiben. Außerdem lassen sich kleinere Mannschaften leichter händeln. So können z.B. bei 3er Teams leicht 3 Mannschaften in der Endrunde um Platz 1 tanzen, was bei 5er Teams durchaus ein Problem darstellt.

Der Einzelwettbewerb:

Der Einzelwettbewerb ist erst in den letzten Jahren immer stärker in den Vordergrund getreten, was unter anderem auch daran lag, dass die Vereine oftmals keine Teams stellen konnten, da sie nur interessierte Einzelpaare hatten. Außerdem wurde der Wunsch, sich auch als Breitensportler mit anderen zu messen, immer größer.

Bei den Einzelwettbewerben gibt es hierzu noch weitere Unterscheidungen. So gibt es Wettbewerbe, bei denen eine bestimmte Anzahl von Tänzen zu einem Gesamtergebnis führen und Wettbewerbe, bei denen jeder Tanz einzeln ausgewertet wird.

Der Kombinationswettbewerb:

Der Kombinationswettbewerb basiert auf einem Einzelwettbewerb mit Einzeltanzwertung, wobei am Ende noch weitere Auswertungen durchgeführt werden. Z.B.: Sieger über alle Lateintänze, Sieger über alle Standardtänze, Sieger über alle Tänze, bestes Mannschaftsergebnis, usw...

Allgemein:

Fast alle Breitensportwettbewerbe bestehen nur aus den bekannten Turniertänzen. Es wäre hier jedoch ohne weiteres möglich, neue Tänze (z.B. New Vogue, Discofox, Mambo, Salsa, Tango Argentino, usw....) zu integrieren oder reine Freizeittänzewettbewerbe durchzuführen. Allerdings brauchen diese Wettbewerbe eine wesentlich längere Vorlaufzeit, damit sich die Paare in den Vereinen darauf vorbereiten können.

Verzahnung Breitensport und D-Klasse:

Nach den Beschlüssen des DTV sind D-Paare bei Breitensportwettbewerben zuzulassen.

Dies macht in unseren Augen jedoch nur Sinn bei den eigentlich vom DTV favorisierten Mannschaftswettbewerben. Bei diesen unterstützt auch der Landes Tanzsportverband Bayern e.V. die ausdrückliche Zulassung von D-Paaren.

Ein kleines bisschen anders sieht dies bei den vom DTV eigentlich gar nicht gewünschten Einzelwettbewerben. Bei Wettbewerben, die sich bisher an alle Breitensportler (Newcomer und „alte Hasen“ gerichtet haben, unterstützt der Landes Tanzsportverband Bayern e.V. die Zulassung von D-Paaren.

Wenn es sich aber um Breitensportwettbewerbe für Newcomer (wirkliche Nachwuchspaare) handelt, teilt der Landes Tanzsportverband Bayern e.V. die Zulassung der D-Paare nicht und stellt es daher seinen Vereinen frei, hier selbst zu entscheiden. Es macht nämlich nicht wirklich Sinn, die „alten Hasen“ über die Regelung – darf bisher an max. 5 BSW im Finale teilgenommen haben – aus zu schließen, die D-Paare jedoch zuzulassen.

Prinzipiell befürwortet der Landes Tanzsportverband Bayern e.V. die Verzahnung von Breitensport und D-Klasse, allerdings NICHT, wenn es um Wettbewerbe zur Nachwuchsgewinnung geht. Denn die Erfahrung der letzten 15 Jahre hat gezeigt, dass mehr Paare zum Turniertanzen gefunden haben, wenn sie den Einstieg über die Newcomer-Wettbewerbe – bei denen sie eine faire Chance hatten – gemacht haben. Viele Paare, die sich gleich mit den „alten Hasen“ messen durften, wurden danach auf weiteren Wettbewerben nicht mehr gesehen.

Zur Durchführung:

Ein wesentliches Kriterium für Breitensportwettbewerbe ist die Art der Durchführung.

Es sollte jedem Paar die Möglichkeit gegeben werden, mindestens zwei Runden zu tanzen (Hoffnungslauf).

Außerdem sollte die Wertung in der Endrunde in Form von Noten erfolgen, wobei hier die Noten 1 – 1,5 – 2 – 2,5 und 3 (nur in Ausnahmefällen) vergeben werden. Es können auch gleiche Noten für mehrere Paare vergeben werden.

Diese Noten werden anschließend einfach summiert. Das niedrigste Ergebnis erhält den ersten Platz.

Nachdem Breitensportwettbewerbe zumeist per Hand ausgerechnet werden müssen und dies oftmals lange Pausen zur Folge haben kann, wäre es sinnvoll, zwei oder mehrere verschiedene Startgruppen geschachtelt durchzuführen. Dies verhindert lange Wartezeiten und sorgt damit dafür, das sich ein Wettbewerb nicht unnötig in die Länge zieht und Gefahr läuft langweilig zu werden, da die Paare und Zuschauer in den Pausen ermüden. Lieber nach dem Wettbewerb zusammen einen Heben gehen, als zwischendrin einzuschlafen.

Nach der Durchführung:

Damit sich der Verband ein Bild davon machen kann, was im Breitensport auf Wettbewerbsschiene läuft, bitte nach jedem Wettbewerb eine korrigierte Startliste mit Plätzen an den LTVB Sportdirektor für Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport schicken.